Projekte„7 aus 14“
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Projekt „7 aus 14“

Grundprinzip von 7 aus 14: Die Vereine verpflichten sich auf die Einhaltung von sieben aus 14 Punkten, die für den verant­wor­tungsvollen Umgang mit Alkohol relevant sind.

Zwei Punkte sind obligatorisch: erstens die Benennung eines er­wachsenen Jugendschutzbeauftragten, der zweitens über jede Veranstal­tung einen Erfahrungsbericht verfasst. Weitere 5 Punkte aus einem Maßnahmenkatalog können frei gewählt werden, bei­spielsweise, dass nur Erwachsene hinter dem Tresen stehen, Alterskontrollen stattfinden und auf Trinkanimationen ver­zichtet wird. Um die Zertifizierung zu erhalten, können sich Einzelpersonen für ihren Verein als Jugendschutzbeauftragte fortbilden lassen. In einem dreistündigen Kurs am Landesin­stitut für Präventives Handeln (LPH) werden die Teilnehmer über alle relevanten Punkte des Jugendschutzgesetzes unter­richtet. Zudem erhalten sie Argumentationshilfen, die das Um­setzen des Projektes erleichtern sollen. Nach der Zertifizierung erhalten sie „Starterpakete“ (Plakate, Flyer, farbige Kontroll­bändchen für den Einlass, ein USB-Stick mit Schulungsinhal­ten, das Jugendschutzgesetz, Broschüren und das Banner). Im Kern steht im Jugendschutzgesetz, dass an Jugendliche unter 16 überhaupt kein Alkohol, an unter 18-Jährige weder spiritu­osenhaltige Getränke noch Tabak abgegeben werden dürfen.

Das Projekt „7 aus 14“ wurde ursprünglich vom Kreisjugen­dring Passau entwickelt und beim Landkreis Karlsruhe als Bau­stein der Kampagne „Wegschauen ist keine Lösung“ mit Erfolg eingeführt. Im Dezember 2013 hatte der „Runde Tisch Alkohol­intoxikation bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachse­nen“ beschlossen, das Projekt im Saarland einzuführen.

 

Die Umsetzung des Projektes in der Gemeinde Quierschied:

Seit nunmehr fast 60 Jahren wird beim Judo-Club Quierschied e.V. Judosport betrieben. Was mit einer Trainingsgruppe begann ist in der Zwischenzeit auf drei Gruppen angewachsen. Neben der Trainingsgruppe der Jugendlichen/ Aktiven/ Senioren & Damen gibt es zwei Kinder-/ Schülergruppen: die Judo-Wölfe & die Judo-Füchse. Ab 2015 wird es dann noch eine Kleinkindgruppe geben. „Hieran zeigt sich, dass dem Judo-Club Quierschied e.V. die Jugendarbeit als Basis für einen zukunftsfähigen Verein sehr wichtig ist“, erklärt der 1. Vorsitzende Frank Schneider. „Daher war auch sofort klar, dass sich der Verein an dem Projekt „7 aus 14“ beteiligt und eine entsprechende Zertifizierung anstrebt.“ Schneider ließ sich schulen und wurde zum Jugendschutzbeauftragen des Vereins ernannt. Gemeinsam mit den ausgebildeten Jugendbetreuern des Vereins, die auch im Besitz der Jugendleiterkarte (JuLeiCa) sind, verfügt der Judo-Club Quierschied e.V. nun über ein qualifiziertes Team. Dieses kümmert sich bei Ausflügen, Vereinsfesten, beim alljährlichen Zeltlager des Vereins und bei den Vereinsmeisterschaften aktiv um die Umsetzung des Jugendschutzgesetzes.

 

Kontakt:

Landesinstitut für Präventives Handeln

Markus Zimmermann

Fachbereichskoordinator

Telefon: (0681) 501-3850

Infor­mationen finden Sie unter: www.soziales.saarland.de.