AktuellesWanderwege in der Gemeinde Beckingen
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Dienstag, 8. April 2014

In einer waldreichen Mittelgebirgslandschaft, in einem Seitental der unteren Saar, liegt die Gemeinde Beckingen im Naturpark „Saar-Hunsrück“. Erwandern Sie das „etwas andere“ Naturschutzgebiet Wolferskopf mit einer einzigartigen Flora und Fauna. Erleben Sie auf dem neu gestalteten Beckinger Panorama-Höhenweg einen Blick auf Schaumbergherrlichen Ausblick über das Saartal oder das nördliche Saarland bis hin zum Schaumberg.

Litermont-Sagen-Weg (Traumschleife)

Das Litermontgebiet von seiner wild-romantischen Seite erleben. Sagenhaft, magisch und irgendwie ein bisschen verwunschen wirkt der Litermont-Sagenweg, der wild-romantisch rd. 17,5 km lange Premiumwanderweg der Gemeinde Beckingen.

Dieser Rundwanderweg führt auf Natur belassenen Wegen und schmalen, schattigen Pfaden, durch dichte, unberührte Wälder, weite Landschaften, offene Felder, sattgrüne Wiesen und Viehkoppeln, über Stege und durch tiefe Schluchten zu sagenhaften Stätten und Plätzen.

Er bietet dem Wanderer daneben die Möglichkeit, sich über die geschichtlichen und geologischen Eigenheiten sowie die Sagenwelt der Litermont-Region zu informieren. Der Weg wurde 2013 vom deutschen Wanderinstitut mit 60 Punkten bewertet.

Start/Ziel:

Einstiegs- und gleichzeitig auch Einkehrmöglichkeiten gibt es

  • beim Historischen Kupferbergwerk Düppenweiler, wo das Übertagegelände des Bergwerks mit Bergwerkskapelle, Schachtgebäuden, Ausgrabungen und weiteren überirdischen Bergwerksanlagen im Verlauf der Wanderung mit besichtigt werden kann,
  • am Wanderparkplatz bei Margret’s Bauernstube am Grauen Stein auf dem Litermont,
  • beim Landgasthof Wilscheider Hof
  • sowie an der Mosbachhütte an der Landstraße zwischen Düppenweiler und Beckingen. Parkplätze sind überall in ausreichender Zahl vorhanden.

Profil:

Die Strecke ist 17,5 Kilometer lang und wegen einiger Steigungen als mittelschwer einzustufen, wobei insgesamt 574 Höhenmeter zu bewältigen sind. Höchste Punkte sind der Hintere Wehlenberg mit 381 m sowie der Weltersberg mit 371 m Höhe. Tiefste Punkte sind das Helleschterbach-Tal mit 197 Metern und das Kondelerbach-Tal mit 207 Metern Höhe. Ein besonderer Reiz des Weges ist der häufige Wechsel zwischen offenen und geschlossenen Landschaftsformationen. Für den Weg sollte man einschließlich Pausen 5 bis 6 Stunden einplanen.

Lücknerweg (Traumschleife)

Quellheiligtümer, Wallfahrtsstätten, Hexen, Geister und Dämonen der Lückner ist voller geheimnisvoller Plätze und Geschichten. Einiges ist fast vergessen, vieles – wie der Rammenfels oder die Odilienkapelle – immer noch deutlich sichtbar. Hinzu kommen spektakuläre Abschnitte, die durch einen sumpfigen, unheimlichen Urwald führen.

Der Weg wurde im Juni 2007 vom Deutschen Wanderinstitut mit 54 Erlebnispunkten bewertet.

Start und Ziel:

  • Restaurant-Pension Dellborner Mühle (Dellborner Straße 76, 66679 Losheim am See-Wahlen). Zufahrt von der B 268 aus Richtung Losheim kurz vor der Fabrik Homanit,
  • Parkplatz unterhalb der Odilienkapelle an der Verbindungsstraße von Oppen nach Reimsbach Richtung Nunkirchen

Profil:

Die Gesamtstrecke ist 16,2 km lang und wegen einiger Steigungen als mittelschwer einzustufen. (Höchster Punkt 410 m, tiefster Punkt 280 m). Der naturnahe, größtenteils über Pfade führende Weg beeindruckt durch lange Passagen mit natürlicher Stille in den Wäldern des Lückner.

Es sind sehr vielfältige, teilweise ganz urige Waldformationen zu erleben. Höhepunkte sind die 2 km durch den Urwald der Naturwaldzelle Geisweiler Weiher, die sagenhafte Odilienkapelle und einige schöne Aussichtspunkte. Über rund 100 m führt der Weg über die ehemalige Feldbahntrasse, die bis 1945 ein Munitionslager mit der Merzig-Büschfelder-Eisenbahn verbunden hat.

Für den Weg sollte man mit Pausen 5 bis 6 Stunden einplanen.

Bietzerberger (Traumschleife)

Der Bietzerberger – südöstlich von Merzig – präsentiert beeindruckende Rundsichten weit nach Frankreich hinein, zur Saarschleife, zu den Höhen des Hochwaldes oder ins Saarlouiser Becken. Das liebliche Haustadter Tal mit seinen Streuobst- und Orchideenwiesen fasziniert ebenso wie versteckte Bachläufe, offene Wiesen und Felder,verschlungene Pfade, schattige Wälder, das Naturschutzgebiet Wolferskopf, der „WilderWald-Weg“, steinerne Zeugen der Vergangenheit, kunstvolle Steinskulpturen des international bekannten Merziger Bildhauers Prof. Paul Schneider und Bild- und Texttafeln mit viel Wissenswerten über den Bietzerberg. Der Weg überrascht durch seine Vielfalt. Er wurde 2009 vom Deutschen Wanderinstitut mit 65 Erlebnispunkten zertifiziert.

Start und Ziel:

An drei primären Einstiegen (mit Parkplätzen) kann mit der Wanderung begonnen werden:

  • im unteren Mühlental an der B 51 an der Saar,
  • am Waldparkplatz zwischen Merchingen und Honzrath oder
  • am Fischerberghaus hoch über Beckingen.

Durch den Bundesbahnhaltepunkt Fremersdorf – direkt am Einstieg im Mühlental – bietet dieser Wanderweg auch eine besonders umweltfreundliche Alternative der Anreise an. Der Wanderer wird von Etappenziel zu Etappenziel geführt. Kleine Übersichtstafeln unterwegs an der Strecke geben eine zusätzliche Orientierungshilfe.

Profil:

Der Rundweg ist 17,5 km lang und aufgrund der Länge als mittelschwer einzustufen. Während einer reinen 5 – 6 stündigen Wanderzeit (ohne Pausen) sind280 Höhenmeter in Auf- und Abstieg zu überwinden. Der größte Teil des Weges hat Pfadcharakter und setzt insbesondere bei nasser Witterung gutes Schuhwerk voraus. Der Weg kann in beide Richtungen begangen werden.

Panorama-Höhenweg

Beckingen ist quasi der Eingangsort zum Haustadter Tal, dessen Hauptteil von Hargarten bis nach Beckingen, rund 12 Kilometer, süd-südwestlich verläuft, der Hauptrichtung der Saar also fast entgegengesetzt.

Das Haustadter Tal liegt in einem ungleichseitigen Talquerschnitt, die Hänge auf der rechten und linken Seite sind voneinander nicht nur höhenmäßig, sondern auch geologisch, recht unterschiedlich. Während auf der rechten Seite eine durchgehende, nur durch Tälchen unterbrochene steile Wand, über die auch der Panorama-Höhenweg führt, den Talhang bildet, ist die linke Seite nur eine Folge von isoliertem, ziemlich niedrigen Kuppen.

Über den durchgehenden Steilhang auf der rechten Seite führt der Beckinger Panorama-Höhenweg vom Fischerberghaus in einer Höhe von 352,7 Metern über den Fischerberg und das Naturschutzgebiet Wolferskopf bei Beckingen, die Kapp, Mittelsberg und das Hendelscheitchen bei Haustadt, Millessen und Auheck bei Honzrath, weiter hinauf in einem zweiten Steilhang zur Merchinger Platte. Diese Hochfläche, die westlich von Hargarten an der höchsten Stelle 417 Meter erreicht, führt mit Blick auf Erbringen weiter vorbei bis zum Naturparkdorf Hargarten. Der Ausgangspunkt der Wanderung, das Fischerberghaus mit dem Naturschutzgebiet Wolferskopf, ist für Beckingen allein deshalb schon so prägend, weil man diesen Höhenrücken, der bis Hargarten durchgeht, von weitem schon sieht, zum Beispiel von der A 620 aus von Richtung Saarbrücken her oder auch von Dillingen über die B 51 her kommend. Auch für Radfahrer oder die Schifffahrt an der Saar entlang ist der Höhenzug ein Blickfang. Wer genau hinsieht, kann sogar den Weinschauberg erkennen. Da die rechte Talseite also höher ist als die linke, bietet sich über die Wegstrecke des Höhenweges ein sich abwechselnder herrlicher Panoramablick.

Schon beim Fischerberghaus bietet sich eine Sicht in das obere Saartal bis Völklingen, ein Panoramablick über Rehlingen-Siersburg mit der Siersburg, Felsberg und über die Kammlage bis Richtung Frankreich und Bouzonville. Auf der anderen Seite ist der Blick frei über das nördliche Saarland bis zum Schaumberg. Im Verlauf der Wanderung sind auch die gegenüberliegenden einzelnen Bergnasen mit ihren am Fuße liegenden Örtchen des Haustadter Tales ein Blickfang: dazu gehört der Reiertsberg mit Blick auf Beckingen (343 Meter hoch und eines der schönsten Waldgebiete in der Gemeinde Beckingen), eine weitere kleine Kuppe mit Honzrath und Erbringen, der Dompen östlich von Erbringen, die Oppener Kupp (395,8 m hoch) mit Reimsbach und Blick bis zum Schaumberg sowie auf den Litermont (414,2 m hoch) mit Düppenweiler.

Der Höhenweg hat aber außer schönen Aussichten noch viel mehr zu bieten, denn gestartet wird mitten im Naturschutzgebiet Wolferskopf. Sobald das Fischerberghaus mit Kalkofen, Steinbruch und Weinschauberg hinter Ihnen liegt, erwandert man das „etwas andere“ Naturschutzgebiet Wolferskopf mit einer einzigartigen Flora und Fauna, seltenen Blumen und Pflanzen und einer vielfältigen Tier- und Insektenwelt. Auf dem neu gestalteten Panoramaweg führt die Wanderung durch eines der ältesten Naturschutzgebiete des Saarlandes.