Aktuelles„Übergeschnappt“ in Saarbrücken
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Dienstag, 25. September 2012

Schulfilmtage in den Wochen der seelischen Gesundheit im Saarbrücker Filmhaus.

Die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe im Saarland (KISS), das Saarländische Bündnis gegen Depression und die LandesArbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung Saarland e. V. (LAGS) laden in Kooperation mit dem Filmhaus Saarbrücken Schulen ein, sich mit dem Thema Depression auseinanderzusetzen.

Saarbrücken, 17. September 2012 – Die Schulfilmtage im Saarbrücker Filmhaus am 10. Oktober sowie am 18. und 19. Oktober 2012 möchten zum besseren Verständnis von psychischen Erkrankungen beitragen und insbesondere auf die Situation in den Familien aufmerksam machen. Die saarländischen Schülerinnen und Schüler können sich über das komplexe Krankheitsbild Depression informieren und erfahren, wie sich diese Erkrankung auf den Einzelnen, die Angehörigen auswirkt und wie die Gesellschaft damit umgeht.

Die Organisatoren haben sich für den holländischen Film «Übergeschnappt» entschieden. Dieser Film erzählt mit einer wunderbaren Leichtigkeit von traurigen Momenten im Leben und davon, dass jeder zu jemandem gehört. Den Filmemachern ist es gelungen einen leichten Film über ein schweres Thema zu drehen.

Inhalt des Films

Die neunjährige Bonnie hat’s manchmal nicht leicht, denn ihre Mutter leidet unter Depressionen und schlimmen Stimmungsschwankungen. Bisher half immer die Großmutter aus, wenn besondere Not an der Frau war. Nun jedoch ist die Großmutter gestorben, und prompt kreist die Tante vom Jugendamt schon wie ein Geier ums Haus, bereit, Bonnie ihrer übergeschnappten Mutter zu entreißen und in ein Heim zu stecken. Bonnie aber will eine richtige Familie, improvisiert, was das Zeug hält, und begibt sich auf die Suche nach einem Mann für Mama.

Nach dem Film haben die Schülerinnen und Schüler in einer Gesprächsrunde die Gelegenheit, mit Betroffenen/Angehörigen und den Mitgliedern des Arbeitskreises «Hilfen für Kinder psychisch kranker Menschen» ins Gespräch zu kommen.

Hintergrund

Die Volkskrankheit Depression gehört zu den häufigsten und folgenreichsten psychischen Erkrankungen. In Deutschland leiden ca. vier Millionen Menschen an Depressionen, weltweit sind es 120 Millionen. Laut WHO wird die Depression im Jahre 2030 die häufigste Erkrankung in den Industriestaaten sein.

Depressionen haben Auswirkungen für das Individuum, die Gesellschaft und das volkswirtschaftliche System zugleich. Eine frühzeitige und korrekte Diagnosestellung sowie eine frühzeitig einsetzende Behandlung würden nicht nur individuelles Leid bei den Betroffenen und ihrem sozialen Umfeld mindern, sondern auch indirekte Folgekosten, z. B. durch Krankheitstage, Arbeitsunfähigkeit und Frühberentung könnten reduziert werden.