AktuellesSicherheit im Alter – Sicheres Wohnen
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Donnerstag, 25. Oktober 2012

Auf Einladung der kath. Kirchengemeinde Fürth/Lautenbach hielt Herr Gerd Amman (Seniorenbeauftragter/Seniorensicherheitsberater), der auch Mitglied der «Initiative Sicherheit» ist, am 15. Juli 2012 einen Vortrag über Sicherheit im Alter im und um das Haus.

Er wurde von Margit Tschan, wie auch von Frau Seiler, herzlich begrüßt. Nach seinen einführenden Worten begann er sofort mit seinem Vortrag, dem die anwesenden Personen recht aufmerksam lauschten. Er führte aus, dass er in der Regel über Kriminalitätsvorbeugung reden würde, was aber evtl. in einer wei-teren Veranstaltung durchgeführt werden könne.

Heute wolle er über die Sicherheit im und auch außerhalb des Hauses etwas sagen. Er betonte, dass es im Haushalt teilweise zu mehr Unfällen mit Todesfolge komme, wie dies im Straßenverkehr der Fall sei . Laut statistischem Bundesamt kommen jährlich ca. 5300 Menschen über 65 Jahre im Haushalt ums Leben. Durch Verbrennungen, Rauchgasvergiftungen und Wohnungsbrände sind über 130 Senioren verstorben. Türschwellen, Teppiche, Leitern, Stühle, Kabel werden im Haus teilweise oft zu gefährlichen Stolperfallen. Herr Amman führte aus, dass es aus diesem Grunde natürlich unerlässlich sei, im häuslichen Bereich, spezielle Unfallbekämpfung und Präventionsmaßnahmen durchzuführen.

Statistiker konnten feststellen, dass jeder zweite tödliche Unfall von Senioren ein Sturzunfall war. Ausrutschen oder Stolpern haben meist dramatische Konsequenzen. Gerade ältere Menschen erleiden bei solchen Unfällen häufiger schwerwiegendere Verletzungen als jüngere Leute.

Herr Amman erläuterte dann, nach diesen einführenden Worten, was getan werden kann, um bei sich selbst mit einfachen Mitteln zu überprüfen, ob man sturzgefährdet sei. Es gibt nach seiner Aussage drei kleine Übungen mit denen man feststellen kann, ob eine solche vorliegt. Sollte man bei sich Defizite feststellen, sollte man den Arzt aufsuchen, um sich hier Beratung oder Behandlung zu holen.

Es wurden die Faktoren angesprochen, durch die ein Sturzrisiko positiv beeinfluss werden kann. Im Rahmen seines Vortrages sprach er die einzelnen Gefahrenstellen im Wohnbereich, so in der Küche, im Flur, im Bad, im Wohn- und Schlafzimmer und dann noch außerhalb des Wohnbereiches im Zugang zu dem Anwesen aber auch im Gartenbereich, ab.

Er gab hinreichend Tipps und Anregungen, wie man sich vor Unfällen schützen kann. So einige der Teilnehmer und Teilnehmerinnen waren während des Vortrages schon nachdenklich geworden. Am Ende seines Vortrages bedankte sich Herr Amman nochmals für die Einladung und gab der Hoffnung Ausdruck, dass alle Teilnehmer von solchen Unfällen verschont werden. Er versprach, dass er einen Teil seines Vortrages ablichten werde und die Ablichtungen dann den Teilnehmern zur Verfügung stellen wird.

So könne man nachlesen, wie man seine Sturzgefährdung feststellen kann. Auch eine Checkliste für die gesamte Wohnung wird beigefügt, so dass sich leicht Mängel im eigenen häuslichen Bereich feststellen lassen. So kann dann jeder für sich seine Unfallgefahr minimieren.

Frau Tschan bedankte sich zum Schluss bei dem Referenten und übergab ihm zum Dank ein kleines Präsent, wie auch eine Geldspende, die Herr Amman, wie immer nach seinen Vorträgen, an den „Weißen Ring“ weiterleiten wird.