AktuellesGesundheitsförderung und Prävention in Kirkeler Kitas
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Samstag, 19. Oktober 2013

Die Kirkeler Kindertagsstätten haben, was Gesundheitsförderung und Prävention betrifft, in den letzten Jahren viel erreicht. Mit Hilfe von Gemeinde und Landkreis könnten die Angebote noch optimiert werden. Das ist das Fazit eines informellen Zusammentreffens der Leiterinnen der fünf Kirkeler Kitas, Vertretern der Gemeinde und des Saarpfalzkreises sowie Verena Bernard und Vera Lamberts von der LandesArbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung Saarland (LAGS).

Bestandsaufnahme, Ziele und Wünsche der Kirkeler Kindertagesstätten, was die Gesundheitsförderung und Prävention betrifft, waren die Kernthemen dieser Zusammenkunft im Rathaus in Kirkel-Limbach. «Wir haben festgestellt», so Wolfgang Steiner, Stabschef des Sozialbüros der Gemeinde Kirkel, «dass die Kirkeler Kitas schon sehr viel im Bereich Gesundheit anbieten», es aber nicht bekannt sei, welche das sind, und wo möglicherweise Unterstützung gewünscht werde.

Eva Schwerdtfeger vom Gesundheitsamt des Saarpfalz-Kreises nannte die Kitas eine «sehr wichtige Zielgruppe». Die Koordinierungsstelle Umwelt und Gesundheit (KUG) habe bereits die Verpflegung, Außengeländegestaltung, Zahngesundheit, Energie, Lärm- und Sonnenschutz in den Einrichtungen thematisiert. Vera Lamberts skizzierte die Aufgabenbereiche der neuen Vernetzungsstelle Kita-Verpflegung. «Wir bieten Beratung und Fortbildung zu allem, was mit Ernährung in der Kita zu tun hat». Verena Bernard, bei der LAGS verantwortlich für das Projekt «Das Saarland lebt gesund!», betonte, dass im Rahmen dieser Kampagne auch die Kindertageseinrichtungen mit einbezogen würden. Immerhin sei Kirkel als erste Kommune des Saarlandes dem Projekt «Das Saarland lebt gesund!» beigetreten.

Ambivalent waren die Berichte aus den Kitas. So bedauerte Ute Limbacher von der Kita Christkönig, die Einsparungen, die zu Lasten der Erzieherinnen gingen. Gleichwohl berichtete sie von dem großen Engagement ihrer Kolleginnen, das der Errichtung zum Beispiel einer tollen Gartenanlage ermöglicht hätte. Ein Frühstück könne man in der Kita Christkönig allerdings nicht anbieten, «das schaffen wir nicht».

In den Kitas werde sehr viel geleistet, berichtet Annemarie Schmidt von der Kita «Der Walfisch». Sie wünschte sich mehr Kooperation mit den Eltern, damit das, was den Kindern in der Kita vermittelt werde, auch sein Fortsetzung in den Familien finde. Sie regte einen übergreifenden Eltern-Info-Abend an, mit Vorträgen über Bewegung und Ernährung, die zum Beispiel die LAGS organisieren könnte.

«Wir müssen mit dem auskommen, was wir zur Verfügung haben», stellte Martina Friedhoff von der Kita St.Joseph fest. Eine Matschbahn und ein Klettergerüst in ihrer Kita seien die Erfolge einer intelligenten und fantasiebegabten Planung.

Einigkeit herrschte bei der Frage, wo Obst und Gemüse für die Einrichtungen herkommen solle. «Natürlich aus der Region». Unterstützung verspreche das EU-Schulobstprogramm.