AktuellesGemeinsame Kampagne – Impfmonat September
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Donnerstag, 13. Oktober 2011

Das saarländische Ministerium für Gesundheit und Verbraucherschutz und die Kassenärztliche Vereinigung im Saarland haben heute eine gemeinsame Impfkampagne gestartet. Im «Impfmonat September» soll das Hauptaugenmerk auf der saisonalen Grippeschutzimpfung liegen – aber auch der generelle Impfstatus von Patienten soll überprüft und gegebenenfalls aufgefrischt werden.

Die Virusgrippe (Influenza) ist die Infektionskrankheit, an der in Deutschland die meisten Menschen sterben. Das Ministerium für Gesundheit und Verbraucherschutz und die Kassenärztliche Vereinigung Saarland (KVS) raten daher, sich auch in dieser Saison gegen die Virusgrippe impfen zu lassen. Ministerium und KVS haben die Impfung gegen die saisonale Grippe nun zum Anlass genommen, den saarlandweiten «Impfmonat September» ins Leben zu rufen. In dieser Zeit sollen saarländische Ärzte bei der Terminvergabe die Patienten bitten, ihr Impfbuch mitzubringen und ihren Impfstatus überprüfen zu lassen. Neben der Grippeimpfung soll auch der generelle Impfschutz überprüft werden. Gesundheitsminister Georg Weisweiler: «Wir erhoffen uns von dieser Maßnahme zum einen die verstärkte Sensibilisierung für die Wichtigkeit eine deutliche Steigerung der Impfzahlen. Man muss immer wieder betonen, dass Impfen eine der einfachsten und wirksamsten vorbeugenden Maßnahmen zum Schutz vor schweren Infektionskrankheiten ist.»

Grippegefährdet sind insbesondere ältere Menschen über sechzig Jahre und solche, die chronische Lungen-, Herz-Kreislauf-, Nierenkrankheiten oder Diabetes haben. Dem Risiko einer Ansteckung sind insbesondere auch Personen in Berufsgruppen ausgesetzt, die häufig Kontakt zu anderen Menschen haben, zum Beispiel Altenpflegerinnen, Busfahrer, Bankangestellte oder Kindergärtnerinnen. «Es ist bedenklich, dass sich immer noch zu wenige Menschen aus solchen Risikogruppen gegen Influenza impfen lassen», so Dr. Gunter Hauptmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Saarland. «In der kalten Jahreszeit schließt oftmals eine Erkältung eine Grippeimpfung aus, weshalb man die Grippeimpfung unbedingt vorher vornehmen lassen sollte, am besten also im September oder Oktober.»

Die Grippeviren verändern sich ständig. Die Impfstoffe werden deshalb jedes Jahr aufgrund von Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) neu hergestellt. Der Impfstoff wird immer wieder neu den sich ständig ändernden Eigenschaften der Grippeviren angepasst. Daher muss die Impfung jährlich wiederholt werden. Sie ist im Allgemeinen gut verträglich und verursacht nur in seltenen Fällen Nebenwirkungen. «Diese sind zu vernachlässigen im Vergleich zu den tödlichen Komplikationen der Erkrankung», so Hauptmann weiter.

Gesundheitsminister Weisweiler selbst ging mit gutem Beispiel voran. Er erhielt heute seine Grippeimpfung von KV-Vorstandsvorsitzendem Dr. Gunter Hauptmann. «Lassen auch Sie beim nächsten Arztbesuch Ihren Impfschutz überprüfen», appelliert Weisweiler abschließend.