Projekte„Dem-i-K“ Demenz im Krankenhaus
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„Dem-i-K“ Demenz im Krankenhaus – im Marienkrankenhaus St. Wendel

Immer mehr ältere Patienten, die in Allgemeinkrankenhäusern etwa wegen eines Knochenbruchs oder eines Herzproblems behandelt werden, leiden auch an einer Demenzerkrankung.

Für die alten Menschen entsteht schon allein durch die ungewohnte Umgebung großer Stress. Zudem verstehen sie häufig nicht, was um sie herum geschieht, haben Angst, wollen nach Hause, leisten Widerstand gegen die Behandlung. In dieser Situation wären sie auf kompetente Hilfe und Unterstützung angewiesen. Das Gegenteil ist oft der Fall: Das Krankenhaus stellt mit einer unübersichtlichen Architektur, mit fehlender Tagesstrukturierung und mit einem für die Dementenversorgung nicht ausreichend geschulten Personal ein geradezu demenzförderndes Milieu dar. Viele Demenzkranke entwickeln in der Folge Delirien im Sinne akuter Verwirrtheitszustände, die mit Halluzinationen, Unruhe oder Teilnahmslosigkeit einhergehen und unbehandelt schwerwiegende Konsequenzen haben können. Diese Zustände treten vor allem nach dem Einsatz von Narkosen auf. Damit wird der Krankenhausaufenthalt für Demenzkranke häufig zu einer Krisensituation mit negativen Auswirkungen auf weitere Lebensperspektiven.

Grundanliegen des Projekts ist eine umfassende Verbesserung der Demenzversorgung in den Krankenhäusern des Saarlandes. Die Projektteilnehmer/innen aus den fünf katholischen Pilotkrankenhäusern sollen Wege aufzeigen, wie die bekannten Probleme reduziert werden können. Nach Projektende im Jahr 2012 soll ein übertragbares Handlungskonzept vorgelegt werden, das von allen saarländischen Krankenhäusern genutzt werden kann.

Das Marienkrankenhaus St. Wendel baute eine trägerinterne Lösung auf, indem ein hausinterner Konsiliar- und Liaisondienst ein besonderes Setting für delirgefährdete und demenzkranke Sturzpatient/innen im Bereich der Unfallchirurgie umsetzt.

 

Kooperationspartner:

Arbeitsgemeinschaft kath. Krankenhäuser Saarland

Iso (Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft e.V.)

Ministerium für Gesundheit und Verbraucherschutz

 

Kontakt:

Dr. med. Martin Sofsky

Marienkrankenhaus St. Wendel

Telefon: (06851) 59-2001

E-Mail: m.sofsky@wnd.marienhaus-gmbh.de