AktuellesSuchtpräventionswoche in Ottweiler war ein voller Erfolg
Vorlesen

Freitag, 7. Februar 2014

Auf Anregung der weiterführenden Schulen plante die Steuerungsgruppe der Initiative „Ottweiler lebt gesund!“ die zweite Suchtpräventionswoche im Stadtgebiet. In der Woche vom 27.01. bis 31.01.2014 wurden an allen Ottweiler Bildungseinrichtungen –  von den Krippenkindern in den Kinderkrippen bis zu den Schülerinnen und Schülern an den weiterführenden Schulen – Projekte zum Thema „Sucht und Prävention“ durchgeführt.

Folgende Schwerpunktthemen wurden in den einzelnen Einrichtungen behandelt:

Kindergärten

In den Kindergärten standen die Themen Bewegung, gesundes Frühstück und/oder Kinder stark machen im Vordergrund. Einmal gab es zur Begrüßung morgens einen Bewegungsparcours, den auch die Eltern zum Start in den Tag nutzen konnten. Zum anderen nutzten die Kindergärten die Gelegenheit, sich gegenseitig zu besuchen und kennen zulernen sowie gemeinsame Aktionen durchzuführen.

Grundschulen

In den Grundschulen bot zum einen das Gesundheitsamt des Landkreises Neunkirchen den Parcours „Apel, Karotte & Co.“ an. Hierbei ging es um gesunde Ernährung und Bewegung. Es gab Stationen, bei denen „Köpfchen“ gefragt war (Wie viel Zucker enthält eine Flasche Cola?) oder aber auch „Geschmack“ (Welches Obst oder Gemüse probiere ich gerade mit verbundenen Augen?). Daneben gab es ein breites Bewegungsangebot und nach Abschluss des Parcours durften die Kinder die von den Eltern vorbereiteten Obst- und Gemüsespieße genießen.

Für die beiden ersten Grundschuljahrgänge bot „DIE BRIGG“ vom Caritasverband eine Mitmachaktion zum Kinderbuch „Leon findet seinen Weg“ an. Hierbei ging es um das Thema Kinder in suchtbelasteten Familien. Zum Abschluss durften die Kinder Motive aus dem Buch in Aquarelltechnik darstellen.

Weiterführende Schulen

Für die Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen gab es das umfangreichste Angebot.

An vier Tagen fand der Mitmachparcours der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung „Klar sehen – nicht vernebeln“ zu den verschiedenen Rausch- und Suchtmitteln statt. Mitarbeiterinnen der Caritasberatungsstelle „DIE BRIGG“, vom JUZ Ottweiler und von der Landesarbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung Saarland (LAGS) besprachen an verschiedenen Stationen mit den Schülerinnen und Schülern die Wirkung von Alkohol und Nikotin sowie die Wirkung von Werbung für diese Suchtmittel. Parallel fanden in der Sporthalle attraktive Sportangebote wie American Football, Bogenschießen, Chill out, Hip Hop, Nordic Walking und Zumba statt. Hierdurch sollten die Schülerinnen und Schüler auch neue Sportangebote als Alternativen für die Freizeit kennen lernen. In den Pausen konnten sich die Schülerinnen und Schüler an alkoholfreien Cocktails stärken, die das JUZ-Team mixte.

Donnerstags fand sowohl in der Anton-Hansen-Schule als auch am Gymnasium eine Lesung für die Klassenstufe 9 und 10 statt. Amon Barth las aus seinem Buch „BREIT – mein Leben als Kiffer“. Im Anschluss an die Lesung hatten die Schülerinnen und Schüler  Gelegenheit, mit dem Autor ins Gespräch zu kommen. Er stellte dabei eindrücklich die schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen – bis hin zu Psychiatrieaufenthalten- seiner Sucht dar. Heute – mit 30 Jahren- lebt er mit seiner Frau und Tochter im Raum Stuttgart und studiert.

Für die Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen bot die Schulärztin des Gesundheitsamtes an den jeweiligen Schulstandorten eine Sprechstunde an. Die Jungen und Mädchen konnten sich „durchchecken“ lassen (Blutdruck messen, Sehtest u.a.) oder auch aktuelle Probleme besprechen und sich Rat holen.

Elternarbeit

Für interessierte Eltern wurde ein Informationsabend zum Thema „Faszination und Gefahren des Internets“ angeboten. Referenten hierbei waren Yvonne Illy und Mathias Lindau vom Beratungszentrum „DIE BRIGG“ der Caritas.