AktuellesSponsorenlauf für Mnero
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Montag, 9. April 2012

Merchinger Förderschüler laufen für die Menschen in Tansania.

Bei schönstem Sonnenschein starteten die Schülerinnen und Schüler der Schule zum Broch ihren 6. Sponsorenlauf. Zusammen mit 11 Kindern des Merchinger Kindergarten liefen sie für einen guten Zweck: «Wir laufen für Mnero», Mnero?

Kaum einer hatte das fremd klingende Wort vor ein paar Wochen überhaupt nur gekannt. Marita Söther hatte als Elternsprecherin schon zu Schuljahresbeginn den Wunsch geäußert, in diesem Schuljahr für die Menschen in Mnero, einer kleinen Stadt in Tansania, zu laufen. Das besondere an Mnero, einem Dorf mit 5.000 Einwohnern im rückständigen Süden Tansanias, ist das Buschkrankenhaus. Dieses stellt die medizinische Versorgung der Bevölkerung eines weiten Umlandes sicher.

In dem ehemals von Missonsbenediktinern gegründeten 110-Bettenkrankenhaus war bis Ende 2008 insgesamt 13 Entwicklungshelfer, teils mit ihren Familien, eingesetzt. Nach jeweils 2 bis 3 Jahren intensiven Arbeitens und Lebens mit afrikanischen Kollegen unter schwierigsten logistischen Bedingungen konnte kein Entwicklungshelfer mit seiner Rückkehr nach Deutschland das Thema „Entwicklungshilfe in Mnero“ einfach abschließen. So wurde von den Rückkehrern 1994 der gemeinnützige und rechtsfähige Verein Solidarität Mnero e.V. gegründet. Hans-Josef Louis berichtete im Blättelbornstadion anschaulich von dem Bemühungen des Vereins für die medizinische Versorgung und die Einrichtung sowie die Unterhaltung von Schulen.

Das erlaufene Geld geht an den Verein Solidarität Mnero e. V. «Wir verwenden das Geld direkt zur Unterstützung der Menschen vor Ort, arbeiten ehrenamtlich und stellen alles für die medizinische Versorgung und eine gute Schulbildung zur Verfügung,» sagte Hans-Josef Louis in Merzig. Er bürge persönlich dafür, dass die Hilfe auch tatsächlich ankomme. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7c des Gymnasiums am Stefansberg machten sich mit ihrer Klassenlehrerin Frau Heckmanns als Helfer und Organisatoren verdient beim Abstempeln, als Streckenposten, beim Ausschenken von Getränken und der Ausgabe von Laugengebäck. Sie ließen sich von der Begeisterung der Läufer mitreißen und liefen selbst Runde um Runde.

Viele Eltern zollten von der Tribüne aus der Aktion Beifall.«Stadionsprecher» Casi Eisenbarth ließ es sich nicht nehmen, die einzelnen Läufer auf der Zielgerade auszurufen und die Laufleistung jedes Einzelnen ausgiebig zu würdigen.

„Der Wunsch zu helfen stand am Anfang der Sponsorenläufe. Außerdem soll deutlich werden, dass Kinder und Jugendliche mit Handicap ihren Beitrag zu einer solidarischeren Welt leisten, so Schulleiter Günter Hoff, und bedankte sich bei allen Mitwirkenden. Nach den Resultaten aus den Vorjahren geht er davon aus, dass ca. 2.500 € zusammenkommen werden.

Noch viel wichtiger aber sei es, mit der Aktion ein Zeichen zu setzen, dass alle – auch diejenigen, denen man es ansonsten kaum zutraut – wirksam Hilfe.