AktuellesRegionalworkshop – Generationen bewegen sich
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Mittwoch, 11. März 2015

Der Regionalworkshop „Generationen bewegen sich!“ am 14. März 2015 in Neunkirchen bietet eine Plattform für Dialog zwischen Sportvereinen und lokalen Akteuren für Familien. Damit soll Kooperation und mehr Familiensport im Landkreis angeregt werden. Versierte Referenten aus Kiel und Frankfurt sorgen für den fachlichen Input, ein „World-Café“ gibt Raum für Austausch.

„Familiensport ist Sozialarbeit in grandioser Form“

Im Rahmen des Projektes des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB): „Bewegte Zeiten für Familien“, gehört das Saarland zu drei weiteren Bundesländern, in denen sogenannte „Regionalworkshops“ angeboten werden. Ebenso wie der Landessportverband für das Saarland (LSVS), arbeiten auch diese Vertreter des organisierten Sports mit lokalen Partnern zusammen. „Vernetzung“ vorleben und im Rahmen der Regionalworkshops anregen ist ein ausgeschriebener Schwerpunkt des DOSB-Projektes. „Wir möchten die Möglichkeiten des Sports in der Familienarbeit bekannt machen und in der Folge Kooperationen initiieren“, beschreibt Fabienne Bretz, Referentin im DOSB das Ziel. Sie ist es auch, die im Rahmen des saarländischen Regionalworkshop über den familienfreundlichen Sportverein referiert. „Acht Kriterien haben wir herausgearbeitet, die einen familienfreundlichen Sportverein kennzeichnen“, gibt Bretz einen Ausblick auf ihre Vorstellung.

Vier Workshops bundesweit – einer davon im Saarland

Der Landessportverband für das Saarland (LSVS) bewarb sich im letzten Jahr gemeinsam mit Partnern für die Ausrichtung und erhielt neben Sportorganisationen aus Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Bayern den Zuschlag. Seit September ist das Team, bestehend aus LSVS, der Landesarbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung (LAGS), der Ehrenamtsbörse des Landkreises Neunkirchen und dem Projekt »Der Landkreis Neunkirchen lebt gesund«  intensiv in der Planung. „Für uns war schnell klar, dass wir neben der klassischen Kernfamilie auch Personen ansprechen wollen, die in anderen Lebensgemeinschaften mit mehreren Generationen leben“, erklärt Karin Schneider vom LSVS den Titel der Veranstaltung: „Generationen bewegen sich“. „Das können Alleinerziehende, Großeltern und Enkel aber auch generationsübergreifende Gruppen ohne Verwandtschaftsbeziehung sein“, ergänzt Anja Stuppi vom Kreisgesundheitsamt. Damit erklärt sich auch der Verteilerkreis für die Veranstaltung:

Sportvereine und Verbände des LSVS als auch an die kommunalen Vertreter der Generationen, sowie selbstverpflichtete Akteure für Familien, Vertreter von Kindertageseinrichtungen, Schulen, Seniorenbüros, Mehrgenerationenhäuser und Lokale Bündnisse für Familien.

„Etwas gemeinsam entwickeln – das möchten wir anregen“

„Alle Interessierte sind herzlich willkommen“, so Verena Bernard von der LAGS. Als Projektleiterin der Kampagne: „Das Saarland lebt gesund!“ war für sie der zentrale Vernetzungsgedanke der Regionalworkshops ausschlaggebend für die Mitwirkung: „Vernetzung ist in unserer Kampagne die zentrale Methode, um die Gesundheitsförderung voranzubringen. Die verschiedenen Akteure bringen ihre Kompetenzen ein, finden im besten Falle Schnittmengen und entwickeln etwas gemeinsam. Das möchten wir auch im Regionalworkshop anregen“, berichtet sie.

„Es geht um Dialog“ – Offener Austausch im World-Café

Bei der Veranstaltung am 14.03. wird es deshalb auch keine klassischen Workshops geben. „Wir haben uns für die Methode des „World-Cafés“ entschieden. Hierbei geht es um den Dialog und die verschiedenen Blickwinkel auf die Generationen. Natürlich auch, die verschiedenen Herangehensweisen voneinander kennen zu lernen“, beschreibt Martin Rebel von der Ehrenamtsbörse die offene Form des Workshops. Der Austausch findet an verschiedenen Tischen zu unterschiedlichen Themen statt:

  • Familienfreundliches Wohnumfeld/Sportstätte
  • Bewegungsangebote für Familien
  • Intergenerative Bewegungsprojekte
  • Familienfreundlicher Sportverein

Familiensport stärkt Beziehungen

Gastredner Professor Manfred Wegner aus Kiel wird vorab auf die Chancen und Herausforderungen des Familiensports hinweisen. Der Sportwissenschaftler ist von der positiven Wirkung einer gemeinsam verbrachten Familienzeit in Bewegung überzeugt. Beziehungen der Generationen können gestärkt werden, die Personen erleben sich in einem neuen Kontext, Erwachsene werden erlebbare und bewegte Vorbilder für die Kinder. „Familiensport ist Sozialarbeit in grandioser Form. Mit der Einbeziehung von behinderten Kindern gewinnt er noch mehr an Bedeutung “, erklärt der Sportwissenschaftler.

Perspektive für den organsierten Sport: Öffnung für Familien

Der Kieler Professor war an der Entwicklung des Familiensports im DOSB maßgeblich beteiligt. Er legte mit einer wissenschaftlichen Dokumentation das Fundament für eine Erweiterung und Spezifizierung des Familiensports.

„Der familienfreundliche Verein, der familienoffene Verein, der familienorientierte Verein: Das sind für mich die Perspektiven für den organisierten Sport“ so Wegner im Interview mit dem DOSB. Hierbei geht es ihm nicht um einen harte Kehrtwende in der Vereinsstrategie, sondern um eine sukzessive Annäherung: „Es ist einfach toll, wenn man immer mehr Nester setzen kann. Das ist unser Ansatzpunkt: in kleinen Schritten diese Idee in die Vereine zu bringen.“

Für jeden ein Bewegungsset

Einer dieser ersten kleinen Schritte ist Dialog und Kennenlernen zwischen Vertreter/innen der Sportvereine, Kommunen und Akteuren für Familien. Dieser erste Schritt kann beim Regionalworkshop am 14.03.2015 im Kreisjugendamt in Neunkirchen erfolgen. Die Teilnahme ist kostenfrei und beinhaltet einen Imbiss und Getränke. Ebenfalls erhält jeder Teilnehmer ein Teilnahme-Zertifikat und ein Familien-Bewegungsset. „Damit wollen wir zeigen, dass es mit einfachsten Materialien sofort möglich ist, sich gemeinsam zu bewegen“, beschließt Anja Stuppi.

Weitere Informationen:

Karin Schneider
Landessportverband für das Saarland
Geschäftsstelle Breitensport
Telefon: 0681 / 3879-177
E-Mail: schneider@lsvs.de
Internet: www.lsvs-breitensport.de