AktuellesPartnerprozess „gesund aufwachsen“
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Montag, 10. Dezember 2012

BZgA und Kooperationsverbund «Gesundheitliche Chancengleichheit» starten den Partnerprozess «gesund aufwachsen».

Dabei geht es um den Aufbau von Präventionsketten, die Hilfsangebote von der Schwangerschaft bis zum Jugendlichenalter miteinander verknüpfen. Der Kooperationsverbund «Gesundheitliche Chancengleichheit» hat dazu acht Handlungsempfehlungen entwickelt.

Günter Zahn vertrat als Bürgermeister von Wallerfangen bei der Startveranstaltung am 30. November in Berlin das Saarland. Neben Wallerfangen beteiligen sich bisher auch Kirkel und Merzig am Partnerprozess.

Dazu sagt Günter Zahn:
«Die Beteiligung am Partnerprozess «gesund aufwachsen» hat für uns den Vorteil, dass wir Honig saugen können von den Erkenntnissen und Erfahrungen der anderen Kommunen, die auf diesem Weg bereits weiter sind als wir. Die Teilnahme an der Startveranstaltung in Berlin hat mich bestätigt, dass wir mit dem was wir tun auf dem richtigen Weg sind.
Die wichtige Zukunftsaufgabe, Kinder in ihrer Entwicklung positiv zu unterstützen, kann allerdings mit den derzeitigen Personalressourcen nur unzureichend bewältigt werden. Hier wird gemeinsam mit den kommunalen Gremien eine Weiterentwicklung der bisherigen Konzepte notwendig sein. Denn Studien zeigen, je früher Kindern im Entwicklungsverlauf Unterstützung angeboten wird, umso wirksamer ist sie. Für einen gleich nach der Geburt eingesetzten Euro muss ich im Kita-Alter bereits sieben Euro und beim Jugendlichen bereits 14 Euro einsetzen, um die gleiche Wirkung zu erzielen. Das ist also eine ganz einfache Rechnung und gleichzeitig eine Investition in die Zukunft.»

Die Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Professor Dr. Elisabeth Pott übereicht dem Wallerfanger Bürgermeister Günter Zahn die Kooperationsvereinbarung zu «gesund aufwachsen».

Weitere Informationen zum Vorhaben finden Sie hier.

 

Presseerklärung vom 2. Dezember 2011

Der bundesweite Kooperationsverbund «Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten», der von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) initiiert wurde, hat Handlungsempfehlungen für die Entwicklung gesundheitsförderlicher Strategien in Kommunen veröffentlicht. Die Empfehlungen sind in einer neuen Ausgabe der BZgA-Fachheftreihe «Gesundheitsförderung KONKRET» erschienen. Sie richten sich in erster Linie an kommunale Entscheidungsträger, die gesundheitsfördernde Angebote für Kinder und Familien in der Kommune implementieren wollen.

«Kinder in schwierigen Lebensverhältnissen haben oftmals schlechtere Gesundheitschancen. Viele Kommunen sind in den letzten Jahren aktiv geworden, um gesundheitliche Ungleichheiten zu vermindern und betroffene Kinder und Familien zu stärken», sagt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
«Vorbildliche Ansätze zeigen, dass frühzeitige und systematisch vernetzte Hilfs- und Unterstützungsangebote zu einer besseren Gesundheit beitragen. Es ist eine Gemeinschaftsaufgabe, kommunale Rahmenbedingungen für ein gesundes Aufwachsen aller Kinder zu schaffen. Dabei müssen die Gesundheits-, Familien-, und Sozialressorts und die Kinder- und Jugendhilfe in den Kommunen eng zusammenarbeiten.»
Grundlage für die Handlungsempfehlungen des Kooperationsverbunds bilden Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis über eine gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Die kommunalen Spitzenverbände Deutscher Städtetag, Deutscher Städte- und Gemeindebund und Deutscher Landkreistag sowie das Gesunde Städte-Netzwerk sind nun maßgeblich daran beteiligt, die Empfehlungen und Standards in den Kommunen bundesweit zu verbreiten.

Dem von der BZgA initiierten und geförderten Kooperationsverbund «Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten» gehören mittlerweile 55 Kooperationspartner an. Schwerpunktthemen des bundesweiten Verbundes sind Gesundheitsförderung bei Kindern und Jugendlichen, bei Arbeitslosen, bei Älteren und im Quartier.
Weitere Informationen unter www.gesundheitliche-chancengleichheit.de

Vertreterinnen und Vertreter aus 14 Kommunen waren bei der Startveranstaltung dabei.