AktuellesMerziger Läuferserie bei Landeswettbewerb prämiert
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Dienstag, 7. April 2015

Einen erfreulichen Erfolg feierte die 2011 vom Leichtathletikverein Merzig ins Leben gerufene Laufsportserie mit der Top-Platzierung des „Saarschleifen-Cup für Allrounder“ beim Wettbewerb „Gesund leben – gesund bleiben 2014“. Mehr als 30 Projekte von Vereinen und Institutionen aus dem gesamten Saarland gaben im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie Ihre Visitenkarte ab.

In den 3 Kategorien Inklusion, Suchtprävention und Gendergesundheit bewertete eine unabhängige, 10köpfige Expertenjury die interessantesten Projekte, die der Initiative »Das Saarland lebt gesund!« angehören. Das Merziger Sportprojekt wurde am vergangenen Donnerstag mit dem 3. Platz in der Kategorie „Sport und Förderung Gendergesundheit“ und der damit verbundenen Prämie in Höhe von 500 € bedacht.

Organisator Dieter Schneider-Holbach durfte sich gemeinsam mit Vorstandsmitglied Heidi Setter stellvertretend für die Kooperationspartner anlässlich einer feierlichen Prämierungsveranstaltung in der Staatskanzlei des Saarlandes am vergangenen Donnerstag über die Anerkennung der ehrenamtlich betriebenen Vereinsarbeit freuen. Überreicht wurde der Preis durch Monika Bachmann, Ministerin für Arbeit, Familie, Soziales und Sport sowie Bernd Seiwert, Abteilungsleiter Soziales, Inklusion und Demografischer Wandel im Ministerium. Seiwert, der die Laudatio auf das Projekt hielt, übernahm zugleich die Patenschaft des Projekts.

Neben der Projektvorstellung in Form einer ausführlichen Bewerbung wurden alle Projekte im Vorfeld durch selbst zu gestaltende Plakate im Foyer der Kanzlei den Besuchern nähergebracht. Bewertet wurden durch die Jury Fragen wie Besonderheit der Projekte, Vorbildfunktion für andere, Zielgruppenvarianz und Nachhaltigkeit. Ausschlag gebend für den Erfolg war, so Schneider-Holbach, die vielseitige Konzeptausrichtung des eigenen Projekts. Punkten konnte man mit der bisher im Saarland einmaligen Konstellation, dass ein Sportverein gemeinsam mit einem gemeinnützigen Bildungsträger und der Bundeswehr einen „Wettbewerb mit Spaßfaktor“ auf die Beine gestellt hat.

Im Kern ging es bei dem Sportprojekt darum, dass durch Freizeit- und Hobbyläufer über das ganze Jahr verteilt unterschiedlichste Volkslaufkonzepte und -distanzen absolviert wurden – ähnlich einer „Tour de Ski“ oder der „Tour de France“. Gesucht wurden – so will es der Namenszusatz „Allrounder“ – die vielseitigsten Laufsportler unter Frauen und Männern im Alter von 16 – 99 Jahren. Die Teilnahme war kostenlos. Das Projekt selbst verfolgte von Beginn an keinerlei kommerziellen Zweck. Es diente in erster Linie der Förderung des Laufsports als Breiten- und Gesundheitssports. Finanziert wurde es durch regional und überregional agierende Sponsoren. Beim zweigleisigen Prämierungssystem wurden 2014 Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von rund 5.000,- € in Gewinn- und Verlosungsform an die teilnehmenden Sportlerinnen und Sportler ausgeschüttet. Obendrauf gab es für den Verein Veranstaltungsunterstützungen durch die Sponsoren in fast gleicher Größenordnung. Die Attraktivität der Laufveranstaltungen aller Kooperationspartner konnte somit in den Jahren 2011 bis 2014 deutlich gesteigert werden, in der Folge auch die Teilnehmerzahlen.

Neben der ungewöhnlichen Kooperationsgemeinschaft und den Alleinstellungsmerkmalen der Serie honorierte die Jury auch die Internationalität der seit 2011 ununterbrochen bestbesuchten Laufsportserie des Saarlandes. Mit dem Volkslauf „Steine an der Grenze“ war zuletzt auch eine Veranstaltung unter dem Motto „laufende Völkerverständigung“ in die Serie integriert. Von französischer Seite her stand bisher die Association des amis des „Menhirs de l`Europe“ engagiert zur Seite, mehr als 50 % der Teilnehmer waren französische Laufsportfreunde und –freundinnen.

Weitere Pluspunkte sammelte die Serie mit der gleichzeitigen Förderung karitativer Zwecke. Der Saarwiesenlaufes der CEB Akademie war von Beginn an zugleich Wertungs- und Finallauf. Seine Erlöse gehen jedes Jahr zu Gunsten der Elterninitiative krebskranker Kinder e.V. und des Bolivienprojektes „Rabeas Traum“. Auch ein Bestandteil des Prämierungssystems des Cups zielte auf die gleiche Mithilfe ab.

„Im Saarschleifen-Cup habe ich v. a. aber auch eine Art Botschafterfunktion gesehen“ erläutert  Schneider-Holbach eine ihm ebenfalls sehr wichtige Intention: „alle Wertungsläufe fanden in und um die Kreisstadt Merzig an der Saarschleife statt. Unsere Region steht wie kaum eine andere im Saarland auch im Zeichen des Wirtschaftsfaktors Tourismus und der aktiven Freizeitgestaltung. Mit der Saarschleife im Dreiländereck Saar-Lor-Lux liegt eines unserer bekanntesten Wahrzeichen gerade einen Steinwurf entfernt. Insofern musste auch der Name Programm sein“. Und so sah sich das Projekt auch gerne in der Rolle des Botschafters für die Kreisstadt und den grünen Kreis, wenn es darum ging, das Image als Sport- und Läuferstadt und der Freizeitregion „Saarschleife“ über die Landesgrenzen hinweg mit zu transportieren. „Mit Erfolg“ stellt Schneider-Holbach fest: „in der Endauswertung fanden sich stets auch zahlreiche Läuferinnen und Läufer aus Rheinland Pfalz und Luxemburg“.

Die Wettbewerbsprämie soll in die in den vergangenen Jahren immer erfolgreichere Schüler- und Jugendarbeit des LV Merzig fließen. „Eine solche Prämierung ist eine großartige und motivierende Honorierung für alle Akteure, sich wie in den vergangenen Jahren weiter mit neuen, innovativen Konzepten für eine positive  Vereinsentwicklung einzusetzen. Der Saarschleifen-Cup ist seit dem Ende der Edition 2014 bis auf weiteres ausgesetzt. „Die aktuelle Vereinsspitze erachtete das Serienkonzept als nicht weiter fortführungswürdig, obwohl die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht hätten besser sein können“ resümiert Schneider-Holbach.