AktuellesJugendschutzprojekt „7 aus 14“ – Ministerin Bachmann übergibt Banner an Vereine, die sich gegen das Rauschtrinken engagieren
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Mittwoch, 17. Dezember 2014

Sozialministerin Monika Bachmann hat in St. Ingbert großformatige Werbebanner für das Jugendschutzprojekt „7 aus 14“ an Vertreter von neun saarländischen Sportvereinen übergeben. Diese und weitere Vereine engagieren sich besonders für die Einhaltung des Jugendschutzes, weisen bei allen ihren Veranstaltungen auch auf jugendrechtliche Bestimmungen hin und haben eigens dafür Jugendschutzbeauftrage ausbilden lassen.

Bisher haben sich insgesamt 17 Jugendschutzbeauftragte aus zwölf Vereinen seit Mai 2014 nach einer dreistündigen Schulung am Landesinstitut für Präventives Handeln zertifizieren lassen.

„Ich freue mich, dass diese Vereine bei dem Projekt mitmachen, damit aktiv für den Jugendschutz eintreten und ausdrücklich ein Zeichen gegen das Rauschtrinken setzen“, so Ministerin Bachmann. Sie dankte dem Landessportverband für das Saarland (LSVS), der als Partner des Projekts „7 aus 14“ auch dafür sorgt, dass es in der Sportfamilie bekannter wird. Bachmann stellte klar, dass das Angebot aber keineswegs auf Sportver­eine beschränkt sei. Man habe bereits damit begonnen, auch über Kommunen für das Angebot zu werben, um auch andere Vereine für die Idee „7 aus 14“ zu begeistern.

Hintergrund für die Einführung des Projektes im Saarland sind die nach wie vor hohen Fallzahlen von Jugendlichen mit prob­lematischem Trinkverhalten. Ministerin Bachmann erklärt: „In den meisten Ver­einen wird schon heute auf verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol Wert gelegt. Durch Einbinden des Projektes in die Vereinsarbeit wird nun auch ein sichtbares Zeichen gesetzt, dass Jugendschutz wirklich ernst genommen wird.“ Über die Kon­trollfunktion hinaus fördere das Projekt einen verantwortungsvol­lem Umgang mit Alkohol und erinnere Erwachsene zudem an ihre Vorbildfunktion. Das Projekt, so die Ministerin,  sei ein wichtiger Baustein in der Gesamtstrategie gegen Alkohol­miss­brauch bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Saarland, die im Dezember 2013 beschlossen worden war.

Projekt „7 aus 14“

Grundprinzip von 7 aus 14: Die Vereine verpflichten sich auf die Einhaltung von sieben aus 14 Punkten, die für den verant­wor­tungsvollen Umgang mit Alkohol relevant sind. Zwei Punkte sind obligatorisch: erstens die Benennung eines er­wachsenen Jugendschutzbeauftragten, der zweitens über jede Veranstal­tung einen Erfahrungsbericht verfasst. Weitere 5 Punkte aus einem Maßnahmenkatalog können frei gewählt werden, bei­spielsweise, dass nur Erwachsene hinter dem Tresen stehen, Alterskontrollen stattfinden und auf Trinkanimationen ver­zichtet wird. Um die Zertifizierung zu erhalten, können sich Einzelpersonen für ihren Verein als Jugendschutzbeauftragte fortbilden lassen. In einem dreistündigen Kurs am Landesin­stitut für Präventives Handeln (LPH) werden die Teilnehmer über alle relevanten Punkte des Jugendschutzgesetzes unter­richtet. Zudem erhalten sie Argumentationshilfen, die das Um­setzen des Projektes erleichtern sollen. Nach der Zertifizierung erhalten sie „Starterpakete“ (Plakate, Flyer, farbige Kontroll­bändchen für den Einlass, ein USB-Stick mit Schulungsinhal­ten, das Jugendschutzgesetz, Broschüren und das Banner). Im Kern steht im Jugendschutzgesetz, dass an Jugendliche unter 16 überhaupt kein Alkohol, an unter 18-Jährige weder spiritu­osenhaltige Getränke noch Tabak abgegeben werden dürfen.

Das Projekt „7 aus 14“ wurde ursprünglich vom Kreisjugen­dring Passau entwickelt und beim Landkreis Karlsruhe als Bau­stein der Kampagne „Wegschauen ist keine Lösung“ mit Erfolg eingeführt. Im Dezember 2013 hatte der „Runde Tisch Alkohol­intoxikation bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachse­nen“ beschlossen, das Projekt im Saarland einzuführen.

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Aktuelle Infor­mationen finden Sie unter www.soziales.saarland.de.