AktuellesGesundheitsstaatssekretär Stephan Kolling erinnert am Tag des Sonnenschutzes an die Gefahren von Hautkrebs – Sonnenbräune nicht um jeden Preis
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Donnerstag, 25. Juni 2015

Anlässlich des bevorstehenden Sommers erinnert Gesundheitsstaatssekretär Stephan Kolling an die Gefahren von Hautkrebs durch ungeschütztes Sonnenbaden. „Jedes Jahr verursacht die UV-Belastung durch intensive Sonneneinstrahlung etwa 150.000 neue Fälle von Hautkrebs“, sagte Kolling und wies in diesem Zusammenhang auf die Wichtigkeit der Prävention von Hautkrebs hin: „Nach wie vor gehen immer noch zu viele Menschen leichtfertig mit den Gefahren durch die Einwirkung von Sonnenlicht auf die Haut um, obwohl wissenschaftliche Erkenntnisse eindeutig belegen, dass ein Übermaß an ultravioletter Strahlung  die Haut nachhaltig schädigt.“ Zuviel Sonnenbaden könne gefährlich sein. „Es gibt keine gesunde Bräune“, sagte Kolling. Es sei wichtig, dass man sich im Urlaub aber auch hierzulande vor der Sonnenbestrahlung schütze. Vor allem Kinder seien besonders gefährdet bedürften eines intensiven Schutzes. In diesem Zusammenhang verwies der Staatssekretär darauf, dass auch der übermäßige Solarienbesuch zu Hautschädigungen führen kann, insbesondere bei Jugendlichen.

Seit Jahrzehnten steigt deutschlandweit wie weltweit die Zahl der Hautkrebserkrankungen kontinuierlich an. Aktuell erkranken in Deutschland jährlich etwa 150.000 Menschen neu an verschiedenen Formen von Hautkrebs, davon etwa 20.000 Menschen am malignen Melanom, dem sog. „schwarzen Hautkrebs“, an dem oftmals bereits auch junge Menschen erkranken. Im Saarland erkrankten im Jahr 2012 insgesamt 2281 Menschen an Hauskrebs, davon 213 am malignen Melanom. „Hauptrisikofaktor für die Entstehung von Hautkrebs ist die im Sonnenlicht enthaltene UV-Strahlung. Daher kommt dem Sonnenschutz als Präventionsmaßnahme eine herausragende Bedeutung zu. Der Tag des Sonnenschutzes bietet eine gute Gelegenheit, das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger für die Bedeutung eines wirksamen Sonnenschutzes zusätzlich zu schärfen“, erklärte der Staatssekretär.

Sonnenschutz betrifft alle Menschen gleichermaßen. Neben regelmäßigem Sonnenschutz bietet die regelmäßige Inanspruchnahme von Maßnahmen der Hautkrebsfrüherkennung die Chance, vorhandene Veränderungen der Haut einschließlich bösartiger Neubildungen frühzeitig zu erkennen. Das gesetzliche Hautkrebs-Screening wurde 2008 als gesetzliche Leistung für Versicherte ab 35 Jahren eingeführt. Hintergrund hierfür war die steigende Zahl von Hautkrebserkrankungen in Deutschland sowie die gute Chance auf Heilung bei frühzeitiger Entdeckung von bösartigen Neubildungen. Gesundheitsstaatsekretär Kolling abschließend: „Jeder sollte mit seinem Arzt über diese Möglichkeit der Früherkennung sprechen. Je früher der Hautkrebs erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen. Die bundesweiten Krebsregisterdaten belegen, dass durch die Einführung des Früherkennungsprogrammes deutlich mehr Tumoren entdeckt werden.“

Hintergrund:

Der Tag des Sonnenschutzes findet seit 2008 jährlich am 21. Juni statt. Er ist eine Gemeinschaftsaktion vieler verschiedener Akteure und Organisationen u. a. aus den Bereichen Gesundheitsschutz und ‐vorsorge, Medizin, Sport, Verbraucherschutz sowie dem Fachhandels in Deutschland.

Tipps zum wirksamen Sonnenschutz:

  • Meiden Sie die UV‐intensiven Tageszeiten, 50% der täglichen UV-Belastung besteht in der Zeit von 11:00 bis 13:00 Uhr.
  • Im Schatten kann die UV‐Strahlung um bis zu 50% reduziert sein.
  • Tragen Sie bei Aufenthalt im Freien lichtdichte Textilien, breitkrempige Hüte und Sonnenbrillen mit UV‐Schutzfilter.
  • An unbedeckten Körperstellen sollten täglich Lichtschutzpräparate mit Schutzfaktor von 15 angewandt werden.
  • Auch die individuelle Hautempfindlichkeit ist zu berücksichtigen, besonders bei heller Haut mit Sonnenbrandneigung, Babyhaut ist sehr empfindlich und braucht spezielle babytaugliche Präparate.
  • Die Lichtschutzmittel müssen ca. 30 Minuten vor der UV Exposition aufgetragen werden, sonst besteht häufig kein ausreichender Schutz in der ersten halben Stunde im Freien.
  • Menschen mit Risiko für Vitamin‐D‐Mangel (z.B. ältere Menschen mit nur wenig Aufenthalt im Freien) sollten sich dosiert ohne Schutz in der Sonne aufzuhalten, ansonsten aber auch Lichtschutz betreiben.