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Montag, 23. April 2012

In Marpingen wurde ein Modellvorhaben zur gesunden Ernährung mit regionalen Produkten gestartet.

Der Biber ist in Marpingen sozusagen allgegenwärtig. Nachdem mehrere Familien in der Alstalgemeinde seit über zehn Jahren hier ein willkommenes Zuhause gefunden haben, hält Biber Berti – wie er in Marpingen vielerorts genannt wird – auch Einzug in das Schul- und Alltagsleben.

Der Vorsitzende des Saarländischen Schullandheimvereines, Bürgermeister Werner Laub, händigte nun jedem Erstklässler in der Gemeinde eine attraktive Sammelmappe aus, auf der der beliebte Nager als kochender Biber Berti abgebildet ist. Der Sammelordner ist Teil des Modellvorhabens «Biber Berti will es wissen…», das vom Schullandheim BiberBurg Berschweiler gemeinsam mit Grundschule und Freiwilliger Ganztagsschule ins Leben gerufen wurde. «Wir wollen schon sehr früh in der Grundschule ein Bewusstsein für eine gesunde Ernährung mit regionalen Produkten wecken und natürlich auch Kompetenzen auf diesem Gebiet vermitteln», erklärt Stefan Hell, Geschäftsführer des Schullandheimes.

Zur Projektumsetzung haben die Beteiligten eine gemeinsame Lenkungsgruppe gebildet, die regelmäßig zusammenkommt. Dabei werden halbjährlich ausgesuchte Schwerpunktthemen für die Schüler aufarbeitet. «Ein wesentliches Ziel des Projektes ist es, eine «gesunde Ernährung mit regionalen Produkten» in möglichst allen Lebensbereichen anzusprechen, d. h. im Schulalltag, aber auch in der Nachmittagsbetreuung und in der Familie», erläutert Stefan Hell weiter.

Die Sammelmappe wird die Schüler über ihre 4 Grundschuljahre begleiten und nach und nach mit Arbeitsblättern, Ausschnittbögen, Geschichten, Liedern, Kochrezepten und vielem mehr bestückt. Der Ordner soll als Lern- und Arbeitshilfe, aber auch als Sammel- und Nachschlagewerk dienen und auch zum Wiedereinstieg und zur Reflexion der Thematik genutzt werden.

Im ersten Schulhalbjahr stellte sich Biber Berti in Form von Geschichten und Liedern den Schülern zunächst vor, um schließlich den Apfel als eine seiner Lieblingsspeisen zu benennen. Das Thema «Apfel“ bildete fortan auch den Themenschwerpunkt des Winterhalbjahres. Anhand lehrplanorientierter Arbeitsblätter und Ausschnittbögen wurden Aufbau, Aussehen und Geschmack des Apfels besprochen. «In der Nachmittagsbetreuung haben wir mit den Kindern Möglichkeiten der Verwertung behandelt und beispielsweise Apfelmus eingekocht», berichtet Henrik Nagel, Leiter der Freiwilligen Ganztagsschule Marpingen. Schließlich besuchten die Schüler die BiberBurg Berschweiler, erkundeten dort eine Streuobstwiese, ernteten Äpfel und stellten mit Hilfe einer Saftpresse ihren eigenen Apfelsaft her. Bei einem gemeinsamen Pausenfrühstück wurden Apfelgelee und –marmelade, getrocknete Apfelringe und Butterbrote mit frischen Apfelschnitten verspeist.

Im nun anstehenden zweiten Halbjahr steht das «gesunde Regio-Frühstück» auf dem Stundenplan. Die Schüler werden ihren Sammelordner weiter füllen und sich mit der Zusammenstellung eines gesundheitlich ausgewogenen Frühstückes und den hierfür bezogenen Produkten beschäftigen. Den Abschluss bildet ein gemeinsam mit den Eltern angerichtetes «Regio-Frühstücksbuffet».

Vorsitzender Werner Laub begrüßt insbesondere die finanzielle Unterstützung des Modellvorhabens. «Das Projekt «Biber Berti will es wissen…» ist ein Baustein des mit der Kulturlandschaftsinitiative St. Wendeler Land (KULANI) entwickelten EU-Förderprojektes «Gesunde Ernährung mit regionalen Produkten im Schullandheim Berschweiler». Dank der tatkräftigen Hilfe der KULANI gibt es in der BiberBurg seit kurzem eine Kindermitmachküche, in der unter Anleitung kräftig geschnibbelt und geköchelt werden kann.»

Die Mitmachküche letzten Endes sei «ein entscheidendes Werkzeug», so Laub weiter, „mit dessen Hilfe eine gesunde Ernährung mit regionalen Produkten auch in den Familienalltag Einzug halten kann». Hier können die Grundschüler mit ihren Eltern in «Biber Bertis Kochclub» gemeinsam Kochen und Speisen, aber auch Aspekte wie Hygieneregeln oder das Eindecken und Abräumen der Tische einüben und so ein eigenverantwortliches Handeln in der Küche erlernen. Den Auftakt bildet «Die Tolle Knolle», bei der die Zubereitung unterschiedlicher Kartoffelgerichte auf dem Speiseplan steht.

 

«Biber Berti will es wissen…» – Modellvorhaben zur gesunden Ernährung mit regionalen Produkten mit im Wettbewerb um Fördermittel

Als einer der größten Arbeitgeber im Saarland und Deutschlands größter Direktversicherer sieht sich CosmosDirekt in der Verantwortung, einen Beitrag zur Bildung junger Menschen zu leisten und stellt deshalb saarländischen Bildungseinrichtungen einen Fördertopf zur Verfügung, der die Ausbildung junger Menschen unterstützt: «Pi:Saar – Die Initiative für mehr Bildung im Saarland».

Das Projekt «Biber Berti will es wissen…» wurde als förderwürdiges Projekt angenommen. Nun gilt es, möglichst viele Unterstützer zu finden, denn die Höhe der Förderung richtet sich nach den vergebenen «Sternen».

Achtung: die Aktion endet am 30.04.2012!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Stefan Hell
Geschäftsführer BiberBurg
Tel.: 06853 – 9116-94
E-Mail: stefan.hell@marpingen.de
Internet: www.biberburg-berschweiler.de